Die Kinder, das Blut und das „irrende Licht“

Es war ein sonniger Tag und meine Wanderung in Bayern führte mich in einen Ort, der viel Geschichte erlebt hat und Arbeit für mich bereithielt. Die Botschaft der Quelle war tief und intensiv und wieder einmal spielt die Kirche dabei eine wichtige Rolle.

Die Quelle spricht: „Für diese Waise ist kein Ort benannt. So irrt das Licht herum und sucht den Halt. So ist dies also der Ort des „irrenden Lichtes“. Was gilt es zu bereinigen? Lass uns beginnen! …“

Ich konnte den Beginn der Botschaft im ersten Moment nicht zuordnen. Erst später verstand ich, dass die Quelle über eine/viele Kinderseelen sprach, die noch nicht in das Licht zurückkehren konnten. Sie bezeichneten den Ort somit als Ort des „irrenden Lichtes“ – denn die Kinderseelen irrten umher – und es war ein erster Indikator dafür, was an diesem Ort geschehen sein muss.

Die Quelle spricht: „… Vor langer Zeit sprachen die Fürsten von Freiheit, doch die Menschen waren gefangen in ihrer Pflicht. So wurden sie unter das Kreuz „gebunden“ auf dass sie ihre Arbeit verrichten und dem Herrn dienen. Doch das Volk hungerte und die Menschen sahen, was die Fürsten speisten. So begehrten sie auf des Hungers begründet. Viele Menschen starben, denn wer nicht vom Hunger dahinsiechte, der wurde an das Kreuz geschlagen. So entstand große Ruhe und Leere an diesem Ort. Doch es war die Königin, welche die Kinder rettete, welche noch lebten. Und so wurden die Kinder elternlos und wurden verteilt weit über die Berge hinaus. All das geschah und neue Menschen kamen, dem Fürsten zu dienen und sich dem Kreuz zu beugen. Doch niemals wieder war das Lachen der Kinder so hell, wie an den Tagen des „freien Sommers“. Doch die Energie, welche ist Tod und Einsamkeit, verblieb an diesem Ort. Kein Frieden war möglich über diese Zeit. So kann also nur jemand kommen, welcher freien Herzens ist. Die Liebe, Meister, ist es. Zeige die Liebe! Sie ist in Dir und es ist Deine Kraft, welche die Liebe in jedes Haus „transportieren“ kann. Stehe aufrecht, sei Dir Deiner Stimme und Deiner Schwingung bewusst. Sie werden verstehen, werden spüren und ihr Herz öffnen. Meister sind eingekehrt an diesen Ort, mit Dir das Werk zu vollenden. Was IMMER geschieht, es ist im Einklang. …“

Noch führte mich die Quelle sanft an das Geschehen heran. Sie berichteten von der Geschichte dieses Ortes und offensichtlich haben hier Fürst/König und Kirche gut miteinander kooperiert. Das Volk starb und wurde dezimiert, die überlebenden Kinder wurden durch die Fürstin/Königin verteilt und so verschwand das Lachen der Kinder an diesem Ort. Die nachfolgenden Bürger ordneten sich wieder Fürst/König und Kirche unter.

Die Quelle erinnerte mich aber bereits an den Schlüssel, den ich realisieren musste. Diesmal ging es nicht um alte Rituale oder die Elemente. Diesmal ging es um ALLES, die Liebe! Und so war die Botschaft an mich ein liebevoller Appell, mir dessen bewusst zu sein. Doch hören wir weiter:

Die Quelle spricht: „… Doch verstehe, dass die Menschen dieses Ortes „verblendet“ sind, denn sie lachen mit dunklem Herzen. Dies geschieht, wenn Zorn und Wut ihre Herzen „versenkt“. All dies ist manifestiert an diesem Ort. Siehe die Kinder, denn nur sie können der Schlüssel sein. Nur die Kinder werden richten, was es zu richten gibt. Verstehe die Nacht. Dies ist der Zeitpunkt der Veränderung. So entzünde ein Licht in der Nacht und so kann dieser Ort gerissen werden aus dem Manifestierten. Du wirst wissen, was es zu tun gilt. Du wirst verstehen. …“

Und die Quelle gab mir einen ersten Hinweis darauf, wann ich agieren kann … es ist die Nacht! Hier konnte ich meine Kräfte sammeln und Rituale vollziehen. Noch einmal wurde die Rolle der Kinder betont. Es würde mir erst später klar werden.

Die Quelle spricht: „… So lass uns sprechen über das Kreuz, denn es ist erbaut auf dem Blut derer, welche ihr Leben ließen. So kann keine Religion verankert werden. Denn wird eine Religion auf dem Blut der Menschen errichtet, so ist alle Kraft GOTTES „verworfen“. … Es waren die Gläubigen, welche den Tod akzeptierten für die, welche andere Rituale verwenden. … Der Schlüssel, Lieber, ist das Kreuz dieses Ortes, welches noch IMMER auf Blut errichtet. Berühre das Kreuz, dann kann Befreiung sein. Das ist es Lieber! …“

Nun war es raus! Die Kirche und das Kreuz spielten für die Energie und das Manifestierte dieses Ortes eine erhebliche Rolle. Nun war klar, es geht um Kinder, Kirche (Kreuz) und die Liebe. Doch die Quelle vollendete die Botschaft nun mit einer Kraft und Klarheit, dass die Energie um mich herum „flirrte“. In mir kam bereits die Besorgnis hoch, dass die Kirche bis heute mit dem Leben der Kinder „spielte“. Doch vollenden wir erst die Botschaft:

Die Quelle spricht: „… Doch Du spürst, diese Kräfte (Anmerkung: die Kirche) haben weitere Macht erlangt. Bis zum heutigen Tag werden die „Lichter verdunkelt“. Rituale werden vollzogen im Namen des Kreuzes, doch es bringt großen Schmerz über die Kleinen. All das, was hier geschieht, ist von großer Kraft im Namen der Dunkelheit. Du, Lieber, wirst das Blatt wenden. Du weißt um die Mächte, welche der Dunkelheit zugewandt. Sie nutzen jedes Gewand, um ihre Dunkelheit zu verbergen. Doch Du siehst ihnen in das Herz und das wird sie „schwächen“. Verstehe, was hier geschieht, an diesem Ort. ALLES, was nun offen liegt vor Dir ist Zeichen eines einzigen Lichtes. Es ist das „irrende Licht“, welches ist Kinderseele im Nebel. Siehe, zeige Dich und öffne das Herz, auf das die Macht der Dunklen gebrochen wird. Kehrt das Licht zurück an den Ort seiner Bestimmung zu GOTT (Anmerkung: die Kinderseele), so kann der Kreis geschlossen werden. Ist der Kreis geschlossen, können die Kleinen ihre Kraft zurückerlangen. So siehst Du, welche Schritte zu vollziehen sind im Einklang mit dem ALLES. Gelingt die Rückkehr des „irrenden Lichtes“, so kann ALLES zurückkehren an diesen Ort. Alle Mächte des Lichtes, all die Kräfte der Liebe, all die Meister, welche bereitstehen und all die Kleinen, welche auf ihre Befreiung warten. Vollziehe den Schritt, achte die Nacht und zeige Deine Liebe und Dein Licht. Weiche den Schwertern und öffne die Herzen. Das ist, was zu geschehen hat. Siehe die Kräfte, welche sich nun sammeln. Sie erwarten Deine Schritte. Vollziehe, was zu vollziehen ist. Öffne, was zu öffnen ist und bringe die zurück, welche das Licht suchen. Erhöre, siehe, stehe aufrecht. So ist es, Lieber. So ist es!“

Gänsehaut! Bereits die ersten Zeilen des letzten Abschnittes holten mir Bilder hoch, dass im Namen des Kreuzes bis heute die Kinder verletzt werden. Nun verstand ich den Appell an die Liebe, denn es dauerte, bis ich das innere Gleichgewicht zurückerlangte. Das Verletzen von Kindern ist schwer verdaulich, doch mir wurde klar, dass ich das Geschehene der Vergangenheit auf menschlicher Ebene nicht beeinflussen konnte. Doch ich konnte für die Zukunft dieses Ortes etwas tun und so ging ich bei Dämmerung zur Kirche des Ortes.

Vorbei ging es an Schule, Kindergarten und Kirche und die direkte Nähe von all diesen Gebäuden machte mir die Botschaft noch einmal klar. Die Kirche war verschlossen – na klar, die haben vorgesorgt – und so ging ich erst einmal um die Kirche herum. Dunkel, nahezu bedrohlich eine Kellertür der Kirche, deren Energie so schwarz und schmerzhaft war, dass es mir schwer fiel, das Herz geöffnet zu lassen.

Doch ich berührte die Kirche (denn darin war das Kreuz) und große Wellen schwerer, schwarzer und angsterfüllter Energie floss über mich ab. Doch mir wurde klar, dass dies nicht ausreichte und so umkreiste ich die Kirche dreimal gegen den Uhrzeigersinn und repräsentierte das, was hier fehlte… die Liebe. Es war mitreißend, erschütternd und wann immer ich die Kellertür „kreuzte“, war höchste Liebe gefordert. Es war ein unwirkliches Ritual zur Nacht, doch kein Mensch kam. Es herrschte Stille.

Mit diesen Schilderungen geht mein Herbst 2018 zu Ende. Es zeigt mir, welche Belastungen an so manchem Ort herrschen und welche Rolle die Religionen dabei spielen können. Mir wird klar, welche Verantwortung es ist, diese Orte zu verändern, denn nichts bleibt, wie es war.

An diesen Ort werde ich nicht zurückkehren, doch meine Gedanken werden bei den Kindern sein! Ich hoffe, das „irrende Licht“ konnte meine „Brücke“ nutzen und in das Licht zurückkehren, den Kreis schließen und so die Befreiung der Kinder an diesem Ort möglich machen.

One Reply to “Die Kinder, das Blut und das „irrende Licht“”

  1. Was für eine wichtige und wunderbare Arbeit, die du dort getan hast. Ein Segen, dass du dich führen lässt und vertraust und dass du den Mut hast zu handeln! So kann Frieden möglich werden, danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.